Das Sakko: klassisch und vielfältig kombinierbar

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Es gibt wohl kaum ein Kleidungsstück, das vielfältiger ist als das Sakko. Zu Jeans und Turnschuhen macht es den ‘Rockabilly’-Stil komplett, zu einer schwarzen Hose und Lederschuhen wirkt es seriös und mit Hemd oder Poloshirt und Jeans kombiniert trifft es genau die Mitte zwischen locker und seriös. Somit ist das Sakko ein echtes Universal-Teil, in dem man selbst mit wenig modischem Geschick immer gut aussieht.

Wohl kaum jemand hat kein Sakko in seinem Schrank – selbst die meisten Frauen besitzen das weibliche Pendant, den Blazer, und tragen ihn zu verschiedensten Anlässen und in verschiedenen Kombinationen: Über einem Kleid, klassisch zum Kostüm, zur Jeans oder mit einer passenden Stoffhose.

In den meisten Kombinationen wirkt ein Jackett eher elegant und veredelt zum Beispiel die Jeans und das T-Shirt, die einzeln eher nach Freizeit wirken. Mit einem Sakko wird sofort ein lockerer Business-Look daraus. Dies ist recht verwunderlich, wenn man die Geschichte des Sakkos bedenkt.

Geschichte des Sakkos

Historisch gesehen ist das Sakko nämlich aus dem Bauernkittel entstanden; seine Wurzeln liegen also fernab von der Welt der Geschäftsmänner. Im Unterschied zum Herrenrock weist das Sakko keine Taillennaht auf, sondern ist durchgehend geschnitten. Der lockere Sitz des Sakkos trug ihm seinen Namen ein, der im 19. Jahrhundert aus einer italianisierten Form des Wortes „Sack“ (ital. „sacco“) seine Wurzeln hat.

Als Bestandteil des Herrenanzuges wurde das Sakko zunächst nur getragen, wenn die Herren sich zum Rauchen zurückzogen. Sobald sie wieder zu den Damen zurückkehrten wurde wieder der Frack angezogen, der auf diese Weise nicht nach Zigarrenrauch roch. Daher kommt übrigens auch der Name Smoking.
In den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts etablierte sich das Sakko schließlich als repräsentative Jacke, die somit den Frack mehr und mehr ablöste.

Ein Sakko richtig kombinieren

Es ist ein Kinderspiel, ein Sakko gut zu kombinieren. Da man es in sehr viele Stile integrieren kann und es zu vielen Sachen passt, bereitet die Kombination des Sakkos an sich so gut wie niemandem Schwierigkeiten. Dennoch muss man ein paar Dinge beachten, wenn man sein Sakko wirklich geschmackvoll kombinieren möchte.

Zunächst ist alles eine Frage des Schnitts. Das Sakko sollte natürlich erstens zur eigenen Körperform passen. Zweitens ist der Schnitt aber ebenfalls für die Stil-Auswahl wichtig: Ein sehr weit geschnittenes Jackett kann man zum Beispiel problemlos zu einer Jeans anziehen. Zu einer Anzughose, einer Weste und einer Krawatte könnte dies allerdings unpassend wirken.

Außerdem muss man auf die Farbkombination achten. Wenn man ein neutrales graues, beiges oder blaues Sakko trägt, wird man wohl kaum Schwierigkeiten bekommen. Wenn man sich jedoch für eine moderne, schrille Farbe entscheidet, so sollte man darauf achten, dass die restliche Kleidung dazu passt oder zumindest neutral ist. Denn sonst kann auch ein Jackett ausnahmsweise geschmacklos aussehen.

Dies geschieht aber höchst selten, denn im Normalfall ist ein Sakko tatsächlich ein Kleidungsstück, das man mit allem kombinieren kann und das überall gut ankommt.