Der Business Anzug – edel und schick

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Wohl kaum etwas anderes sieht so stattlich und eindrucksvoll aus und suggeriert gleichzeitig so sehr Macht, Männlichkeit und Seriösität wie ein edler, gut geschnittener Business Anzug für Herren, auch Geschäftsanzug genannt.
Kein Wunder, dass dieser in Wirtschaftskreisen und in der Politik ein unverzichtbares Kleidungsstück darstellt. Und nicht nur dort ist er seit längerem Standard. Auch für Berater, Rechtsanwälte und Vertreter, um nur einige zu nennen, ist er die übliche Geschäftskleidung. Er wird zusammen mit einer Krawatte getragen und – wenn er dreiteilig daherkommt – zusätzlich mit einer Weste.

Es versteht sich von selbst, dass alle Kleidungsstücke farblich aufeinander abgestimmt sein sollten, sprich, dass die Farben harmonieren und sich nicht beißen. Generell sind Business Anzug und Krawatte in gedeckten, dezenten Farben gehalten, was ein gewisses Understatement ausdrückt. Einzig das Hemd darf etwas farbiger ausfallen, sollte aber unbedingt unifarben sein. Passende Schuhe sind mit der Farbe des Anzugs korrespondierende Heerenschuhe, meist Halbschuhe, selbstverständlich in gepflegtem Zustand.

Dazu noch dunkle Socken und man gibt in jedem Fall ein gutes Bild ab. Weicht eines der genannten Kleidungsstücke vom Standard ab, sind der seriöse Look und die Ausstrahlung schnell zerstört. Es versteht sich von selbst, das bestimmten Benimmregeln ebenfalls ein großes Gewicht zukommt, will man nicht zu einer bloßen Parodie verkommen.

Die historische Entwicklung des Business Anzug

Als Vorläufer des Business Anzug wird der knielange Gehrock angesehen, der sich im Laufe des 19. Jahrhunderts vom Kleidungsstück, das zu festlichen Anlässen getragen wurde, hin zum Bekleidungsstandard der Geschäftswelt entwickelte. Auch wenn der Ursprung des Business Anzugs in der westlichen Hemisphere liegt, ist er längst weltweit die unumstrittene Kleiderordnung. London, das damals als globales Zentrum der Herrenmode galt, und das auch heute noch in Sachen Mode weltweiter Trendsetter ist, sah zuerst diese Entwicklung des Geschäftsanzugs.

Wie oben bereits erwähnt, werden Business Anzüge weltweit getragen. Nichtsdestotrotz ist gerade bei internationalen Business-Meetings und politischen Zusammentreffen immer wieder zu beobachten, dass traditionelle, nationaltypische Kleidung der Dominanz des Business Anzug für Herren zum Trotz auch heute noch getragen wird.

So kleiden sich z.B. Vertreter der Golfstaaten bevorzugt in den Thawb, ein knöchellanges, weißes Gewand aus Baumwolle mit dazu passender Kopfbedeckung, der Kofia. Vertreter Schottlands dagegen tragen, wenn auch seltener, durchaus auch noch den Kilt. Diese regional typischen Kleidungsvarianten sind zum einen Ausdruck von Nationalstolz und nationaler Identität, zum anderen verweisen sie auf den hohen gesellschaftlichen Stand des Trägers. Auf politischem Parkett bilden Business Anzüge die Farbtupfer.

Und die Damen?

Frauen tragen natürlich keine Business Anzüge für Herren, sondern ein Equivalent dazu; entweder den Hosenanzug oder das Geschäftskostüm. Letzteres besteht aus Rock und einer jacketähnlichen Jacke. Diese wird auch beim Hosenanzug getragen, dazu noch, wie der Name bereits sagt, eine Hose, beides aus demselben Stoff. Sowohl zum Geschäftskostüm als auch zum Hosenanzug wird eine Bluse getragen. Für die Farbwahl gilt das gleiche wie bei den Herren: Gedeckte, dezente Farben sind Trumpf. Zu grelle oder auffällige Farben zerstören nur das Erscheinungsbild und lassen den Träger unpassend auffällig oder im schlimmsten Fall unfreiwillig lächerlich wirken. Deshalb sind Business Anzüge für Herren dezent zu tragen.

Und das will derjenige, der Geschäftskostüm, Hosenanzug oder Business Anzug trägt, nun wirklich nicht. Edle Eleganz fällt nun einmal nicht durch Farbe auf.